Was haltet ihr von diesem/er Zitat/These

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  • Was haltet ihr von diesem/er Zitat/These

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    Ich hab hier eine Art ,,Zitat"

    ,,Sich intelligent aufspielen, ein Vorbild sein, philosophieren über die Gesellschaft?
    Das kannst du tun, sobald deine natürlichen Triebe befriedigt sind.
    Ohne diese Befriedigung bist du kein wissender Mensch, wie du dich auch nennen willst,
    sondern nur ein dreckiger, stinkender Affe.
    Die Wahrheit, die du glaubst anzustreben, ist Irrtum,
    paradox."

    Was haltet ihr über dieses "Gesellschaftliche" Zitat bzw. diese These?
    Ist sie in euren Konsumaugen der heutigen Generation korrekt?
    Seht ihr parallelen in unserer Community (nicht nur Let's player) oder unter anderen Mitmenschen, die sich für "gute" Zwecke einsetzen?

    Die These hier ist ein bisschen menschenfeindlich aufgestellt, aber ich bitte euch, die Sache ernst zu nehmen, und den Verfasser nicht grundlos als "Menschenhasser", oder verbittert zu bezeichnen ;)
    Das/die Zitat/These ist übrigens von mir, den Anfang hab ich oirgendwo gelesen, aber etwas abgeändert ;)
    Drücke mich übrigens zu gewählt aus, aber sry, mir passts grad so schön.

    Edit: für Neuzugänge in diesem Threat:
    Wenn ihr den ungefähren Sinn dieser sehr schwammig formulierten These nicht versteht, liest doch bitte als Stütze Post Nr. 6

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von greengee64 ()

  • WokMok schrieb:

    ich verstehe den sinn nicht.


    Es geht darum:
    Wenn du Satt, glücklich und eventuell "Bildung" hast, dann fängst du an, dich für andere einzusetzen und einige fangen an, sich scheinheilig aufzuspielen ;)
    Eventuell über die Gesellschaft zu philosophieren.
    Und das, woran du glaubst, ist somit ein großer Widerspruch zu dem, was du tust, nämlich auch dann z.B für andere "da" zu sein, wenn es dir finanziell (jetz als Beispiel) Scheiße geht.

    Das ganze ist etwas weitreichender, als ichs erklärt hab, lies es mal ein bisschen genauer, denk wirlich drüber nach,es lässt sich auf vieles beziehen. ^^
    Ist ja auch doof formuliert.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von greengee64 ()

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    Ich bin selbst ein Misanthrop, von daher hab ich nichts dagegen, wenn ich irgendwo menschenfeindliche Sachen lese. Die Menschen sind sich selbst gegenüber schon genügend menschenfeindlich gegenüber eingestellt, von daher verwundert es mich nicht wirklich. (Falls jemand fragt warum ich Menschen hasse, der soll mich persönlich anschreiben, mich deswegen in dem Thread doof anzumachen oder so, bringt nix und ist nicht Inhalt des Threads ;) Danke)

    Ich würde gerne mehr Informationen zu dem Autor haben. So wie das geschrieben ist, ist es sehr "wischi-waschi" und unfokusiert. "Grundlos" als verbittert zu bezeichnen? Naja, ich analysiere das einfach mal und sage dazu: Wer bereit für die Frage ist, ist bereit für die Antwort bzw. Wer austeilt muss auch einstecken können. Denn so ist das Leben.

    Man muss nicht zuerst seine Triebe befriedigen, damit man philosophieren kann. Und über die Gesellschaft? Das ist ein Thema wie jedes andere, das braucht keine "Zulassung". Das "Zitat" allgemein ist an einen "du" angelehnt, das heißt an eine bestimmte Person und/oder Personengruppe. Dieses "du" scheint wohl sich über andere stellen zu wollen, zumindest aus Sicht des Erzählers, denn "sich intelligent aufspielen, Ein Vorbild sein" bezieht sich ja eben auf jenes. Vorurteilsvoll ist es ebenfalls, jedenfalls nicht objektiv, da sogar beleidigende Elemente wie "dreckiger, stinkender Affe" enthalten sind. Ebenfalls nimmt der Sprecher die "Wahrheit" als Privileg in Anspruch was ebenfalls Blödsinn ist, da es keine reine Wahrheit gibt. Nichts ist richtig, nichts ist falsch, das ist alles Auslegungs- und Ansichtssache.

    Das einzige was an dem Zitat "paradox" ist, ist die Tatsache, dass der Erzähler wahrscheinlich sogar auch Sender und Empfänger dieser Nachricht ist. Was für ein Irrtum soll denn da sein? Was soll denn die reine Wahrheit sein? Will sich nicht eben diese Person über andere hinwegsetzen mit dieser Meinung? Spielt er sich denn nicht auf? Versucht er damit nicht ein Vorbild zu sein? Verallgemeinert er damit die ganze Gesellschaft und degradiert die Philosophie an der Gesellschaft auf das geringste? Das paradoxe hier ist wohl der Selbsthass.

    Das Zitat wurde anscheinend von jemanden geschrieben, der mit der Gesellschaft oder einzelnen Personen daraus nicht zurechtkommt und vllt sogar neidisch zu ihnen blickt, da er weiß, dass er selbst gerne so wäre, aber es nicht ist, woraus der Selbsthass und das paradoxe herkommen würde.

    Ein befriedigter Mensch ist ein glücklicher Mensch und dieser lebt näher an einem Flow als Menschen die unbefriedigt sind und damit eher unglücklich. Unglückliche Menschen hinterfragen ihr Dasein, die Umstände und im allgemeinem ihr Leid. Sie wollen Antworten, Veränderungen, Besserungen. Philosophie kommt aus der Unbefriedigung eine Frage/Phänomen zu haben, aber keine Antwort.

    Auch wenn ich das Zitat damit etwas analysiert habe, so ist der eigentliche Sinn der Nachricht nicht klar. Es ist verbittert und missgünstig. Mehr Erklärungen für mehr Antworten ^^
  • @Ari
    Nunja, du liegst damit nicht so falsch (allgemein formuliert? Ja, aber ich bezieh mich grad auf alles, was du geschrieben hast).
    Die imaginäre Person, die in diesem Zitat das "du" anspricht, stellt sich ja selbst durch diese philosophische These auf eine höhere Stufe, ist damit selbst ein Beispiel des angewiderten, des an sich angesprochenen.
    Es ist ebenfalls unfokussiert, da es ein Allgemeines "Zitat" (es ist ja nicht wirklich zitiert, deshalb nenne ich es im folgenden eine These) da es sich auf alles beziehen kann.
    Die genannten Beispiele sind im Bezug zu dem im zweiten Satz angesprochenen gewählt, obwohl es, wie bereits erwähnt, eigendlich nur Beispiele sind.
    Ja, die These ist auch etwas verbittert, ich persönlich, hätt ichs nich geschrieben(bzw. abgeändert) würde sowas eher (wenn auch intelligenter) von Nietsche erwarten.
    Womit kann man Triebe definieren? Nicht alleinige Sachen wie Hunger, Durst, oder unseren Sexualtrieb. Als Trieb nicht im eigendlichen Sinne aber dennoch als eine Ausprägung ist die ständige Suche Nach Bildung.
    Der Mensch, versucht sich immmer auf irgendeien Weise zu bilden, und ohne Bildung (was vllt etwas Schwammig formuliert ist) ist das philosophieren, das heisst beispielsweise das intelligende Denken über den Sinn des Lebens, nicht möglich.
    Du hast schon Recht; das Fragen nach der Existenz oder das allgemeine Denken entsteht oft aus der Not herraus.
    Aber bist du dir sicher, dass Leute, die an der Existenznot leben, wirklich über das Kapital, über die alte Klassengesellschaft oder über den Ausgangsunkt der Menschheit nachdenken?
    Ich bin mir aus nahezu eigener Erfahrung sicher, dass an erster Stelle (wenn nicht die Depression oder Verzweiflung und somit nach die verzweifelte "Suche" nach dem eigenen Sinn des Lebens vorrang hat) erst einmal die Existenzssicherung wichtig ist.
    Menschen, denen es gut geht, oder großen Zugang zur Bildung haben, neigen eher dazu, sich für Kampangien oder für andere Sachen, die von ihnen als gut angesehn werden, einzusetzen, als Leute die Probleme haben. Ich verallgemeine ja grade, aber das tut man eigendlich fast immer, wenn man eine Gruppe oder ein Thema betrachtet ;)
    Ebenfalls liest es sich hier so, als ob ich Bildung oder gemeinnütziges Engagement am Kapital messe, was nicht wahr ist, aber in Wahrheit haben wir leider leider in vielen Schichten dieses "Problem".
    Zur Wahrheit möchte ich sagen, dass der Begriff "Wahrheit" mehr als eine Art mentale Stütze für den Begriff der Auffassung der Dinge missbraucht wird. Das, was viele predigen, aber tun, ist häufig ein Paradoxon. Das, was sie glauben was richtig ist, ist für die anderen blanker Scheiss.
    (wie du gesagt hast, reine Ansichtssache)
    Beispiel; Lasst uns eine Kampangie degen einen Terroristen starten ;) <- Menschen werden formiert, "gutes" wird getan, ca. 430 Mio. Terroristen verbleiben (ok, dummes Beispiel, aber ist ja nur Mittel zum Zweck)
    Nochwas: Lasst uns kein Fleisch essen, fleisch ist böse o: Rettet die Bäume! <- Schreibt auf Papier, Fährt dickes Auto, isst auchmal ein Hühnchen. (wieder nur ein Beispiel, typisiert als extrem)
    Es gibt viele solcher Beispiele, deshalb ist diese These auch sehr "schwammig" formuliert.
    Es gibt ja deshalb keine reine "Wahrheit". Das, was wir als "wahr" empfinden, sehen andere wiederum als falsch.
    Somit ist dieses Zitat gegen alle gerichtet, die sich aufspielen für Dinge, von denen sie keine Ahnung haben. Wie der Verfasser (und damit disse ich mich insofern selbst), der sich erhebt zu urteilen und sich sogar auf die Stufe eines Philosophen zu stellen, obwohl er weder Philosophie noch wasweissich studiert hat, und dies nur tut, weil er Lust dazu hatte.

    Ebenfalls gibt es meiner Meinung nach keinen wirklich befreidigten Menschen. Wann ist jemand für eine scheinbar endlose Zeit glücklich?
    Irgendwann verlangt man immer nach mehr, nach vllt sogar dem "Sinn".



    Ich kann mich jetz auch nichtso schön ausdrücken und meine Gedanken so einfach zusammenfassen, dafür fehlt mir die nötige Bildung.
    Aber ich hoffe ich habs etwas klarer gemacht o:
  • Sich intelligent aufspielen, ein Vorbild sein, philosophieren über die Gesellschaft?
    Das kannst du tun, sobald deine natürlichen Triebe befriedigt sind.

    Diese Aussage ist schlichtweg flasch. Dazu muss ich jetzt auch gar nicht argumentieren warum das so ist,
    ich gebe einfach ein Beispiel (unter vielen): Bobby Sands und 9 weitere Mitglieder der IRA und INLA, die aus Protest gegen die britischen Besetzer den Hungertod hinnamen und bis zu ihrem qualvollen Ende an ihren Überzeugungen festgehalten haben.

    Man kann jetzt natürlich sagen, dass diese Männer sich nicht intelligent aufgespielt haben, aber ich glaube, dass das der Autor dieser Zeilen auch gar nicht meint. Ich glaube er meint vielmehr die Menschen, die im rechten Jargon gerne als "Gutmenschen" bezeichnet werden. Menschen, die sich nach außen hin als moralisch perfekt geben, oder im Falle der rechten: Menschen die für etwas anderes einstehen, als sie selbst.

    Ohne diese Befriedigung bist du kein wissender Mensch, wie du dich auch nennen willst,
    sondern nur ein dreckiger, stinkender Affe.

    Wissen, das man sich angeeignet hat, verliert man nicht einfach, nur weil man kurz vor dem Verdursten steht.
    Es mag sein, dass der Überlebenstrieb Moral und Werte in den Hintergrund drängen kann, doch auch das ist abhängig von der Willensstärke einer Person, wie das oben genannte Beispiel zeigt.

    Und ganz nebenbei: Evolution doesn't work that way!

    Die Wahrheit, die du glaubst anzustreben, ist Irrtum,
    paradox.
    Nebst der Tatsache, dass der gute Herr (/Dame?) das Wort "paradox" völlig falsch verwendet, würde ich sagen, dass dieser Satz einfach ein erbärmlicher Versuch ist, gebildet zu klingen. Mehr kann man dazu auch leider nicht sagen, weil nicht bekannt ist von welcher Wahrheit die Rede ist. Richtig wäre hier übrigens das Wort "ironisch" gewesen.

    @greengee64:
    Philosophie an sich ist nicht an ein intellektuelles Maß gebunden. Nur weil ein Mensch kein "Höhlengleichnis" aufstellt, heißt das nicht, dass er deshalb nicht philosophiert. Selbst ein kleines Kind fragt seine Eltern Dinge wie "Warum sind die Blätter grün". Bei einem erwachsenen Menschen fächert sich diese einfache Frage dann in mehrere Ebenen auf, bis man igendwann an den Beginn der Existenz kommt. Im Grunde tut ein Kind nichts anderes als philosophieren. Es versucht die Welt zu verstehen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SpielenWir ()

  • Ich hoffe das wird nun nicht zu viel.

    Wenn du nun hinter den "Sinn des Lebens" jagst, dann war das alles wirklich total zusammenhangslos.

    Ich persönlich sehe den Sinn des Lebens wie folgt: Es gibt ihn nicht. Spalten wir es aber mal auf:
    Sinn: Der (Verwendungs-)Zweck oder die Bedeutung von etwas (Un-)Dinglichem.
    Leben: Das Dasein eines biologischen Lebewesens.

    Wem würde das Leben gehören? Wenn man keine höhere Instanz hat wie etwa einen Gott, so gehört das Leben nur dem Lebewesen selbst. Die Selbstverantwortung.
    Welchen Sinn sollte das Leben haben? Wenn man nach einer höheren Instanz ginge, so müsste man diese Instanz fragen, nur ob du darauf ne Antwort bekommst, ist eher fraglich. Gehen wir von der höheren Instanz also weg und gehen auf die Selbstverantwortung ein. Damit liegt die Sinngebung in der Selbstverantwortung. Ebenso wie du einen Hammer entweder als Arbeitswerkzeug, Waffe oder als sonderbaren Kochlöffel definierst, verfügst du über den Sinn deines Leben. Dementsprechend darf/muss/wirst du automatisch dich für einen individuellen Sinn des Lebens entscheiden und dieser Sinn des Lebens spiegelt sich in allem wieder was du denkst und tust.

    Du gibts dir selbst die Form die du annehmen willst. Dabei ist es völlig egal ob dein Sinn des Lebens eine glückliche Familie ist oder ein berühmter Fußballspieler zu werden oder sonst etwas. Es geht um den Sinn an sich und der ist variabel und wegen dir als vernunftbegabtem Lebewesen individuell. Der Sinn des Lebens ist damit reflexiv das Leben selbst, aus meiner Sicht. Aber nun Schluss mit dem Exkurs "Sinn des Lebens".

    Damit man philosophiert, braucht man kein bestimmtes Maß an Intelligenz. Philosophie heißt zwar "Liebe zur Weisheit", aber auch das Kind, wie SpielenWir sagte, will ebenfalls Erfahrung sammeln, wenn es fragt "Warum sind die Blätter grün?". Worüber die Menschen philosophieren muss aber zwangsläufig in ihrem Erfahrungshorizont liegen. Es muss etwas sein, was sie sich zumindest vorstellen könnten. Dabei liegen philosophische Fragen die sich räumlich und zeitlich näher an ihnen selbst befinden weitaus näher. Sowas ist, wie SpielenWir schon sagten die allgemeine Philosophie um die Welt zu verstehen und daraus entwickelt sich das Verhalten/Methodik zur Problemlösung. Daher wird es einen an Hunger leidendem Afrikaner definitiv völlig egal sein, ob nun der Euro-Rettungsschirm gerechtfertigt ist oder nicht. Der hat ganz andere Probleme und interessiert sich für sowas, was ganz weit weg von ihm ist und ihn primär (vielleicht beeinflusst es sein leben auf der 25ten Ebene oder so, whatever) wirklich am Arsch vorbei geht. Ich mein, klar, der kann darüber nachdenken und philosophieren, aber, zur Hölle, der Kerl hat Hunger und er hat dann nichts besseres zu tun als sich um sein Überleben zu kümmern.

    Lasst uns kein Fleisch essen, fleisch ist böse o: Rettet die Bäume! <- Schreibt auf Papier, Fährt dickes Auto, isst auchmal ein Hühnchen.


    Ich denke, dass DAS deine eigentliche Kernaussage ist. Du sprichst also über Leute, die etwas predigen, was z.b. moralischen oder gesellschaftlichen oder einen sonstigen Wert besitzt um damit eine "Krise" anzusprechen, wofür ein Problem gefunden werden sollte. Diese Personen fungieren aber nur als Sprecher und nicht als Ausführer ihrer eigenen Nachricht. Sogesehen das was haufenweise die Menschen machen. Sie predigen Dinge und wollen dass sie umgesetzt werden, haben aber nicht den Arsch in der Hose um es selbst zu machen. "Jemand sollte etwas dagegen unternehmen" "Da muss man doch was machen" "Irgendwann wird sich das schon bessern" blablabla und das Ganze.

    Wenn du im Bezug auf diesen Aspekt über unsere Gesellschaft reden willst, dann sag ich dir gerne was ein rundum befriedigter Mensch ist, der immer glücklich ist. Dieser immer glückliche Mensch ist tot. Jemand der nie traurig ist achtet nicht mehr auf Gefahren, wozu auch, er ist ja eh immer glücklich. Vergleichbar mit dem Neandertaler der hüpfend über die Blumenwiese springt, ohne Schutz und deshalb von einem Säbelzahntiger gerissen wird, weil alle anderen Neandertaler nicht glücklich sind, weil sie wissen, da draußen, außerhalb unserer sicheren Höhlen gibt es Wesen oder Dinge die uns schäden oder gar töten können.

    Unsere heutige Gesellschaft ist da nicht anders, besonders, da diese Gesellschaft sich von den Medien so einlullen und kontrollieren lässt, dass eben diesen "Ich bin Prediger, aber halte mich nicht dran"-Verhalten auf genügend offene Ohren stößt. Die "zivilisierte Gesellschaft" ist leider viel zu viel vom Luxus umschlossen und bemerken gar nicht wie gut es ihnen geht, im Verhältnis zu Menschen die wirklich Nichts haben. Sie beklagt ihr Leben und wie schlecht doch alles ist. Viele Menschen innerhalb dieser Gesellschaft, gerade diese ohne Perspektive oder einem wachsamen kritischen Wesens, saugen solche Sachen auf wie ein trockener Schwamm das Wasser. Es erfüllt sie mit etwas, nämlich mit Werten und mit einem Zweck, mit einem Sinn, wobei wir wieder beim Sinn des Lebens wären, auch wenn es nur zeitweise so ist. Und genau diese Erfüllung nutzen viele viele rafinierte aber auch hinterlistige Menschen aus um daraus ihren Profit zu schlagen, in welcher Form auch immer.
  • Ari schrieb:

    Daher wird es einen an Hunger leidendem Afrikaner definitiv völlig egal sein, ob nun der Euro-Rettungsschirm gerechtfertigt ist oder nicht.
    Das fiele auch nicht in den Bereich der Philosophie, sondern in den der Öknonomie. Ebenso wie das "philosophieren über die Gesellschaft" genau genommen (abhängig von der Art der Betrachtungsweise) in den Bereich der Soziologie/Sozialwissenschaften fällt.

    Ari schrieb:

    Jemand der nie traurig ist achtet nicht mehr auf Gefahren, wozu auch, er ist ja eh immer glücklich.

    Sofern wir hier nicht von Menschen mit geistigen Defiziten sprechen, wird ein Mensch der glücklich ist sich dieses Glück bewahren wollen.

    Ari schrieb:

    Die "zivilisierte Gesellschaft" ist leider viel zu viel vom Luxus umschlossen und bemerken gar nicht wie gut es ihnen geht, im Verhältnis zu Menschen die wirklich Nichts haben. Sie beklagt ihr Leben und wie schlecht doch alles ist.
    Ein Mensch der weis, dass es besser sein könnte, strebt Verbesserungen an. So entsteht Fortschritt, so entsteht Wandel. Ohne dem Wunsch nach Verbesserung herrscht Stagnation. Ohne dem Wunsch nach Verbesserung, hätte sich der Homo Sapiens nie aus anderen Gründen als dem irgendwann Zwangsweise entstehenden Platzmangel, über Afrika hinweg ausgebreitet. Europa wäre nie besiedelt worden und alle Errungenschaften der Kulturen Europas, die zu großen Teilen durch die geographische Lage, Klimabedingungen und die hier vorhandenen Tierarten ermöglicht wurden, wären nie zustande gekommen. Natürlich kann man sagen "wenn es nicht gewesen wäre wie es war, wäre es nicht wie es ist", aber darum geht es hier gar nicht. Es geht darum, dass alles, was von Menschenhand geschaffen, oder auch nur von Menschen erdacht wurde, nicht existieren würde, wenn der Mensch nciht den Wunsch nach Verbesserung hätte.
    Jede Handlung, die ein Mensch setzt, dient der Verbesserung. Selbst wenn es nur kleine Dinge sind.
    Zu sagen, dass das Nörgeln und Meckern der Menschen schlecht oder verwerflich ist, halte ich folglich für weit gefehlt.
    Nörgeln und Meckern, zeugt von dem Wunsch nach Verbesserung. Und wenn man selbst diese Verbesserungen nicht umsetzen kann, dann findet sich doch eventuell jemand der dazu in der Lage ist.
    Erich Fromm bezeichnet zum Beispiel einen Revolutionsführer als Sprachrohr, das dem eine Sprache verleiht, was sich in der Masse bereits zusammengebraut hat. Er spricht aus, was jeder weis und denkt, aber nicht formulieren kann.

    Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass allen Menschen das selbe zusteht. Kann ich es mir deshalb leisten jedem Obdachlosen den ich treffe einen gleichgroßen Teil meines Gehaltes zu geben, bis mir selbst nur mehr ein ebenso großer Teil (+Zeitaufwandsvergütung) bleibt.
    Nein.
    Handelt es sich deshalb bei meinen Meinungsäußerungen um Hypokrisie?
    Nein.
    Die Umstände in denen ich lebe, lassen es nicht zu. Ich bin nicht der Verwalter der Geldmittel der Allgemeinheit. Ich kann diese Last nicht alleinig auf meine Schultern laden.
    Ich kann meiner Meinung jedoch Gehör verschaffen, mich mit anderen Menschen, die meiner Meinung sind zusammenzuschließen und versuchen jemanden zu finden, der sich eignet für mich zu sprechen, wenn ich dazu selbst, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage bin.
  • Ich stimme dir zu. Menschen wollen sich ihr Glück bewahren (sonst wäre es auch selten dämlich) und Menschen streben ebenfalls nach Verbesserungen, wobei man sagen muss, dass je höher der Missstand ist, desto dringlicher ist die Verbesserung. Aber wenn ich mir unsere Gesellschaft so ansehe, dann fehlt mir aber der aktive Part, damit diese Menschen eben auch diese Verbesserungen verwirklichen können. Der eigentliche Missstand fehlt und ich rede damit nicht über Obdachlose, sondern z.b. über den berühmten deutschen Mittelständler: Arbeitet brav, beschwert sich über Steuern, lässt sich von der Politik und anderen Menschen allerdings hinhalten und fungiert dadurch eher als kleines Zahnrad für die Uhr, die unter anderem von den Politikern und anderen Personen in weitreichender Machtposition angetriebenen wird, wo überwiegend Geld regiert.

    Die aktive Komponente fehlt mir im allgemeinem. Denn wenn die ganzen Menschen mal sehen würden, welche Rolle sie spielen und auch wenn sie nur ein Zahnrad sind. Aber sie sind ja gerade ein Zahnrad, ein wichtiges. Und wenn die Menschen erfahren würden, dass sie alle Zahnräder sind, müssten sie auch merken, dass sie diese Uhr antreiben und nicht das Geld der "hohen Tiere". Wenn ein Zahnrad nach dem anderen nicht mehr mitmacht, so funktioniert die Uhr nichtmehr und das wäre der Moment wo die Menschen, das Volk an sich, sich ihrer Macht bewusst werden und die Macht des z.b. Politiker entziehen, denn diese Macht entsteht daher nur durch die Ohnmacht des Volkes.

    Es ist gut, wenn einer Meinung Gehör verschafft wird, aber es ist umso besser, wenn die Menschen nicht immer auf jemanden warten würden, die das Wort für sie in die Hand nimmt. Sowas finde ich immer schade mit anzusehen, wenn Menschen nicht aktiv werden, weil sie sich selbst nicht genügend Vertrauen oder genügend Verantwortung übernehmen wollen.
  • Der anfang scheint mir ziemlich von der Maslowschen Bedürfnispyrsmide abgekupfert. Und der Rest riecht für mich nach Unterschichtenfeindlicher Präpotenz...
    Tut mir leid, aber ich kann da für mich leider keinen tieferen Sinn mitnehmen.
    Bitte mich zurechtzuweisen, falls ich da etwas in den falschen Hals bekommen habe.

    Edit: Mal wieder unsauber drüber gelesen(im zug am iphone)
    Wenn du auf die doppelmoral der pseudo-stoiker anspielst, die sich mehr im hedonismus üben als sonst etwas, gebe ich dir Recht.^^

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von ThePatridiot ()

  • Ari schrieb:

    Aber wenn ich mir unsere Gesellschaft so ansehe, dann fehlt mir aber der aktive Part, damit diese Menschen eben auch diese Verbesserungen verwirklichen können.
    Der eigentliche Missstand fehlt und ich rede damit nicht über Obdachlose, sondern z.b. über den berühmten deutschen Mittelständler
    Den aktiven Part, den Part des Sprachrohres, übernehmen zum Beispiel Gewerkschafter.
    Man überlässt den Kampf für die "eigene Sache" jemand anderem, solange die Situation nicht prekär wird/ist.
    Wie du selbst sagst, wächst der Wunsch nach Verbesserung mit den verbesserungswürdigen Zuständen.
    Zur Zeit schön zu sehen am Beispiel Griechenland.
    Nimmt der Missstand ein Ausmaß an, das für den Einzelnen auch wirklich spürbar ist, wird dieser auch diese aktiv.
    Ist diese "Spürbarkeit" nicht gegeben, ist auch der Drang nach Verbesserungen entsprechend mäßig ausgeprägt. Dennoch wird er nie verschwinden.

    Ari schrieb:

    Wenn ein Zahnrad nach dem anderen nicht mehr mitmacht, so funktioniert die Uhr nichtmehr und das wäre der Moment wo die Menschen, das Volk an sich, sich ihrer Macht bewusst werden und die Macht des z.b. Politiker entziehen, denn diese Macht entsteht daher nur durch die Ohnmacht des Volkes.
    Wenn du glaubst, dass politischer Umschwung derartig einfach und reibungslos abläuft, dann bist du ganz offensichtlich naiver als der Großteil der Bevölkerung. Das soll natürlich nicht beleidigend gemeint sein.
    Für die Abschaffung des derzeitigen Systems braucht es ein alternatives. Eines dem die Bevölkerung vertraut.
    Eines aus dem die Bevölkerung mehr Vorteile ziehen kann als aus dem derzeitigen.
    Und da zum Beispiel nicht jeder Mensch der Meinung ist, dass jeder Mensch das gleiche verdient, oder mehr Handlungsfreiheit haben sollte, wird sich so eine Alternative auch in nächster Zeit nicht finden lassen.
    Umsturz ohne Alternative, ohne Planung, ohne Organisation endet im Zusammenbruch der Gesellschaft, Diktatur oder Anarchie. Und auch wenn ich Anarchosyndikalist bin, denke ich nicht, dass die Menschen entwickelt genug sind, um ohne Autorität miteinander auszukommen und es eventuell auch nie sein werden.

    Ich denke jedoch, dass wir mittlerweile völlig vom eigentlichen Thema abgekommen sind. Auch wenn ich nicht genau weis, was der OP eigentlich wirklich wollte.
    Ein paar erklärende Worte wärend schön langsam einmal nett.
  • Im Prinzip ist es egal ob du Rechts oder Links hinschreibst, es kommt dasselbe dabei heraus.
    Intoleranz und menschenfeindlichkeit findet überall einen Platz, darin unterscheiden sich z.B. Kommunismus und Faschismus nicht.
    Außerdem hab ich es ja extra in Anführungstzeichen gesetzt um zu untermauern das es nur als Beispiel dienen soll. ;)
  • @ Calle: Dann scheinst du keinerlei Ahnung von Politik zu haben, denn nur weil jemand linkspolitisch oder rechtspolitisch eingestellt ist heißt es noch lange nicht, dass diese Person intolerante oder menschenfeindliche Elemente gut heißt. Intoleranz und Menschenfeindlichkeit findet sich in den Extremas also Linksradikalismus und Rechtsradikalismus.
  • Calle8876 schrieb:

    Im Prinzip ist es egal ob du Rechts oder Links hinschreibst, es kommt dasselbe dabei heraus.
    Intoleranz und menschenfeindlichkeit findet überall einen Platz, darin unterscheiden sich z.B. Kommunismus und Faschismus nicht.
    Außerdem hab ich es ja extra in Anführungstzeichen gesetzt um zu untermauern das es nur als Beispiel dienen soll. ;)

    Mit Faschismus bezeichnet man heute totalitäre Regime.
    Der Kommunismus setzt sich eine klassenlose Gesellschaft zum Ziel.
    Wie du diese beiden Konzepte in puncto Menschenfeindlichkeit auf eine Ebene stellen willst, leuchtet mir nicht ganz ein.