Prince of Persia - The Forgotten Sands

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    • Prince of Persia - The Forgotten Sands

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      Prince of Persia - The Forgotten Sands



      Einleitung

      Prince of Persia, kurz PoP...Das weckt Erinnerungen. Ich kann nicht zählen wie oft ich die Trilogy auf der Playstation 2 gespielt habe - insbesondere der Dahaka der ständig Jagd auf mich machte hat sich in mein Gedächtnis gebrannt. Umso größer war die Enttäuschung als ich vor einigen Jahren die Reviews zu "Prince of Persia" gesehen habe - Ein - zugebenermaßen - gelungener Animelook, kombiniert mit simplen, anspruchslosen Gameplay. Dann kamen irgendwann die Previews zu dem neusten PoP - und es schien mir, sich wieder auf seine alten Wurzeln zu besinnen. Ob ich mit der Vermutung Recht hatte oder nicht, erfahrt ihr jetzt.




      Gameplay

      Etwas ältere Spieler dürften mit dem Begriff "Plattformer" etwas anfangen können. PoP : The Forgotten Sands jedoch fällt eher unter Pseudo Plattformer, wie auch sein jüngerer Bruder Assassins Creed. Leider ist dies nicht als Pluspunkt zu werten. Das Kampfsystem wurde stark vereinfacht, und im Gegensatz zu der Trilogy, kann man hier - aufgrund der hohen Anzahl an Gegnern die sich gleichzeitig auf einen stürzen - mit einer erschreckenden Ähnlichkeit an Dynasty Warriors mit einem permanten "Sturmangriff" auf Viereck sämtliche Probleme aus der Welt schaffen. Zwischendurch gibt es, wie auch beispielsweise Splatterhouse, Dantes Inferno etc einen "Skilltree" mit dem man neue Fertigkeiten, die je einem Element untergeordnet sind - So gibt es Erde, Eis, Feuer und Luft. Das hat meistens - insbesondere optisch - einen netten Effekt, aber wirklich Spaß machen die Kämpfe in Prince of Persia nicht. Dafür fehlt es schlicht und einfach an Alternativen zum abgedroschenen "Viereck-Spam", und sogar die mittlerweile aufgrund ihrer Eintönigkeit in Verruf geratene Dynasty Warriors Reihe, bietet mehr Abwechslung. Irgendwann ist man die Sandzombie-Armee einfach leid, und man wird sich - insbesondere gegen Ende des Spiel´s - immer wieder dabei ertappen wie man an den Gegnermassen einfach vorbeirennt. Eine Survival Arena, in der man dann mit dem bestenfalls durchschnittlichen Kampfsystem mehrere Wellen dieser - im wahrsten Sinne des Wortes - hirntoten Gegner abwehrt, trägt auch nicht zur Verbesserung bei.


      Leider beziehen sich die Abstriche nicht nur auf das Kampfsystem, sondern auch auf das was PoP ursprünglich ausmachte : Klettereien vom feinsten, bei denen man nie wusste ob man den nächsten Sprung überlebt oder nicht - und bereits das balancieren über eine Holzplanke zur Mutprobe wurde, sobald man nicht mehr genügend Zeitsand hatte um seine Fehler ungeschehen zu machen. Das klettern geht kinderleicht von der Hand, auf Holzplanken ist es nicht mehr nötig Balance zu halten - selbst wenn man den Analogstick in die entgegengesetzte Richtung drückt, hält sich der Prinz in einer ergonomisch korrekten, kerzengeraden Position auf dem Holzbalken. Ist Prince of Persia also genauso wie die Comic-Version völlig anspruchsloses Casual Futter?


      Zum Glück nicht. Dank neuer Fähigkeiten, bekommt das Spiel nämlich bei den Kletter und Sprungeinlagen genug Abwechslung spendiert um den Spieler beim Ball zu halten - Ob man nun ins vermeintlich Leere springt und eine schon zertrümmerte Wand in der Luft repariert, und sich von dieser abstößt um an einen Vorsprung zu kommen, oder man eine Wasserfontäne einfriert und sich an dieser hinaufhangelt - Gerade an der 2ten Spielhälfte kommt es so zu recht beindruckenden Einlagen, die sowohl optisch als auch spielerisch begeistern können - den alten Titeln wird es in Sachen Anspruch beispielsweise Kniffligkeit leider dennoch nicht gerecht.



      Grafik

      Die Optik in Prince of Persia weiß zu begeistern. Sie ist sicherlich nicht auf einem Level mit God of War 3, Uncharted 2 o.Ä Grafik-Protzen, aber das Artdesign ist sehr gelungen, die Animationen des Prinzen wirken flüssig und alles in allem läuft das Spiel sehr flüssig. Leider sehen die Animationen der Gegner - und die meisten Gegner selbst - weniger spektakulär aus. Grafisch befindet sich PoP damit im oberen Durchschnittsbereich, und ist durchaus schön anzusehen.



      Story

      Der Prinz besucht seinen Bruder um seine Fähigkeiten als künftiger Herrscher zu festigen, nur um festzustellen das dieser von einem feindlichen Reich angegriffen wird - und am verlieren ist. In seiner Verzweiflung befreit sein Bruder "Solomons Armee" in der Hoffnung das die Armee ihres Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßvaters seine Feinde vernichtet. Dummerweise wusste er nicht, das die Armee nicht so heißt weil sie ihm gehörte, sondern ihn vernichten wollte und er sie weggesperrt hat. Jetzt heißt es also die Sandmonster aufzuhalten - und nebenbei seinen Bruder zu retten der vom Obermotz der Dämonen besessen ist. Liest sich interessanter als es ist, denn durch die zwar gelungen gesprochenen Dialoge, jedoch völlig unpassenden Synchronsprechern ( Ein persischer Prinz mit britischen Akzent? Ich bitte euch... ) kann das Spiel kaum Atmossphäre aufbauen. Eine Langzeitmotivation, oder gar ein Ansporn zum mehrmaligen Durchspielen ist daher nicht vorhanden - was anbetracht der Tatsache das dass Spiel nach cirka 7, allerspätestens aber 9 Stunden vorbei ist Prince of Persia zusätzlich zu den ohnehin schon "durchschnittlichen" Werten, zu einem relativ kurzen Spiel macht.




      Fazit & Wertung


      Die Story weist viele Ähnlichkeiten zu den früheren Teilen auf, die leider ebenfalls nicht sonderlich erzählstark waren. Hier fällt das leider besonders ins Gewicht, da Prince of Persia einfach ein bisschen zu viel "Durchschnittskost" ist. Grafik ist nicht schlecht - könnte aber besser sein. Genauso verhält es sich bei der Story und inbesondere bei dem Gameplay. Das langweilige Kampfsystem, die anfangs überhaupt nicht und später nur wenig fordernden Kletter und Sprung Passagen, sowie die recht einfachen Schalterrätsel führen dann dazu das Prince of Persia auch nur eine durchschnittliche Wertung bekommt - Da es mittlerweile für wenig Geld zu haben ist, und trotz all der Kritik kein "schlechtes" Spiel ist, ist es für Fans der Serie - als auch für Neueinsteiger - dennoch einen Blick wert.


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