The Last Story

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    • The Last Story

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      Story
      Während das Festland des Kaiserreichs von Krieg und dem langsamen Sterben des Landes bedroht wird, gibt es eine Region, die davon unberührt bleibt - die Insel Lazulis. Das Geheimnis hinter der Verteidigungskraft der Insel ist eine Batterie mächtiger Geschütze, die eine merkwürdige Magie ausstrahlen, die Monster in ihren Bann zu ziehen scheint.

      Der junge Söldner Zael kommt zusammen mit einer Gruppe von Abenteurern auf die Insel, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Bald erhalten sie ihre neuen Aufträge von niemand geringerem als dem Herrscher der Insel persönlich, Graf Arganan. Wenn sie den Erwartungen des Grafen gerecht werden können, winkt ihnen die Hoffnung, ihre unsichere Söldnerexistenz schon bald hinter sich lassen zu können. Für Zael und seine Gefährten, die von einem gefestigten Leben als Ritter träumen, stellt dieser Auftrag eine einzigartige Chance dar.

      Aber dann erhält Zael während ihrer ersten gemeinsamen Mission bei der Erkundung einer Höhle eine mysteriöse neue Kraft...

      (Quelle: nintendo.de)


      Gameplay

      - Steuerung
      The Last Story lässt sich sowohl mit der Nunchuk-Mote-Kombination als auch mit dem Classic Controller spielen. Wir haben es jedoch komplett mit der ersten Variante durchgezockt. Der Z-Knopf spielt dabei eine so große Rolle, dass er mir beim Playstation spielen danach fast gefehlt hat. Dieser dient nämlich dazu die Kamera hinter eurem Charakter zu zentrieren. Diese Funktion ist besonders in Kämpfen wichtig, wo es richtig zur Sache geht und schnelle Reaktionen gefragt sind.

      -Kampfsystem
      Nintendo scheint gelernt zu haben und bietet im neuen Rollenspiel zwei Kampfsysteme an. Einmal, das bereits aus Xenoblade bekannte, automatische System und das manuelle System. Als eingefleischter Kämpfer habe ich natürlich prompt auf manuell umgestellt. Es ist einfach kontrollierbarer und somit auch übersichtlicher. Die Hände haben was zu tun und man sitzt nicht da und überlegt, ob man sich nebenbei ein Brot schmieren soll. Das steigert den Spielspaß und den Nervenkitzel. Schließlich ist man selbst dafür verantwortlich wenn man anstatt den Gegner zu treffen nur wild in der Luft herumfuchtelt.

      Neben dem Nahkampf gibt es aber auch noch jede Menge strategische Elemente in The Last Story. Vor jedem Kampf habt ihr die Möglichkeit das Schlachtfeld zu überblicken. Es werden euch Daten zu euren Gegnern verraten (Level, Typ -> Heiler/Kämpfer/Schütze etc.), sodass ihr euren Angriff taktisch planen könnt. Im späteren Story-Verlauf könnt ihr durch Drücken des Wii-Mote-Steuerkreuzes den Kampf unterbrechen und euren Mitstreitern Befehle geben. Dies ist besonders bei den Magiern wichtig, da sie so weniger Zeit zum Sammeln ihrer Energie brauchen und schneller zaubern können.

      Damit nicht genug. Zael, der Hauptcharakter, besitzt außerdem noch eine Armbrust, für die es insgesamt 5 verschiedene Pfeiltypen gibt. Diese sind natürlich bei verschiedenen Gegner effektiver als bei anderen. Sie geben euch die Möglichkeit die Gegner auf euch aufmerksam zu machen und diese dann aus dem Hinterhalt heraus anzugreifen, zu lähmen oder aus weiter Entfernung anzugreifen.


      -Sidequests
      Natürlich gibt es, wie man es von Rollenspielen erwartet, nicht nur die Hauptstory, die es zu bewältigen gilt. Zwischendurch könnt ihr euch auch um die etwas unwichtigeren Aufgaben kümmern. So müsst ihr beispielsweise Katzenfänger, Vogelflüsterer oder Laufbursche für einige der Dorfbewohner spielen. Natürlich geht ihr dabei nicht leer aus. Entweder gibt's Geld, Metalle zum Aufrüsten eurer Waffen & Rüstungen, Farben für eure Kleidung oder noch mehr Items, die ihr bei anderen Dorfbewohnern eintauschen könnt.


      - Ausrüstung
      Auch das Ausrüsten spielt in diesem Spiel eine große Rolle. Durch neue Waffen & Rüstungen könnt ihr nicht nur euer Aussehen, sondern auch eure Statuspunkte verändern. Manche Gegenstände können jedoch nur von bestimmten Personen getragen werden, was die Auswahl etwas eingrenzt.

      Ihr werdet jedoch schnell merken, dass diese Sachen nichts bringen ohne richtige Weiterentwicklung. An dieser Stelle kommt der Schmied ins Spiel. Er kann euch mit der richtigen Bezahlung und dem passenden Gegenstand (bei Rüstungen sind es Metalle, bei Waffen vorgeschriebene Items) eure Ausrüstung aufwerten und somit verbessern.

      Meistens passiert es dann, wenn ihr denkt ihr habt eine super Waffe gefunden, die ihr nicht weiter aufrüsten könnt, weil euch der Gegenstand fehlt, dass ihr die nächste findet, die sich aufrüsten lässt und 10x so stark ist wie die davor. Geil! Alte Waffen an den nächsten weitergeben und neue Waffe für sich selbst nutzen.

      Zwischendurch gibt es auch bestimmte Waffen, die verflucht oder unbekannt sind. Dann müsst ihr sie zum Identifizierer bringen, bzw. die Flüche entfernen lassen. Jede Waffe kann neben den Statuspunkten gewisse Attribute verstärken. So kann eure Waffe beispielsweise die maximale KP oder das Angriffstempo erhöhen.


      - Farben
      Habt ihr nun die perfekte Ausrüstung gefunden, wird es Zeit Mode-Designer zu spielen.
      In diesem Rollenspiel wird euer Geschmack für Farben geprüft. Anfangs stehen euch jedoch nur bestimmte Töne zur Auswahl. Sobald ihr die richtigen Items gefunden habt, könnt ihr euch neue Farbsets kaufen, die euren Charakteren einen besonderen Flair verleihen, weil sie sich so von Spieler zu Spieler unterscheiden. Was mich besonders faszinierte war die Tatsache, dass die Kleidung so auch in den Zwischensequenzen so erschien, wie man sie vorher gestaltet hatte.

      Schade ist nur, dass sich die hellen Farben (beispielsweise weiß) viel zu sehr mit den anderen Farben beißen. Sie sind zu sättigungsreich und lassen außerdem die Konturen fast gänzlich verschwinden. Meine Charaktere sahen dadurch etwas trist aus, obwohl ich verzweifelt versucht habe ihnen ein bisschen Farbe zu ermöglichen. Dazu sei gesagt, dass manchen Charakteren einfach keine Farbe steht!! Meistens aufgrund ihrer Haarfarbe *hust hust* Calista *hust hust*

      Relativ am Ende eröffnet sich euch dann die ultimative Möglichkeit eure Charaktere auszuziehen!
      So könnt ihr euch an den schicken Oberkörpern der Jungs und Mädels ergötzen. Für jeden Geschmack ist was dabei!


      Im Farb-Menü gibt es jedoch noch einen weiteren Punkt, der mir bis heute verborgen blieb. Effekte soll es geben. Was sie zu bedeuten haben und wo man sie herbekommt wollte mir keiner verraten, aber eins ist sicher: Es gibt eine Menge!

      -Schwierigkeitsgrad
      Am Anfang wird man mitten in die Kämpfe hineingeschmissen. Dies ist jedoch keineswegs schlecht, denn die Monster sind zu diesem Zeitpunkt auf einem sehr niedrigen Level. Man steigt schnell ein Level hoch und ist somit meistens dauerhaft auf einem höheren Level als seine Widersacher. Dennoch werden die Monster gerissener und haben immer wieder neue Magie oder Angriffe auf Lager. Da heißt es: Beobachten und reagieren!

      Im gesamten Spiel bin ich vielleicht 3-4 mal insgesamt gestorben. Von daher ein guter Schwierigkeitsgrad, der den Spielverlauf nicht unnötig mit plumpen Leveln aufhält, aber einen auch bei dem ein oder anderen Endgegner verzweifeln lässt.

      -EXP Kreise
      Innerhalb der Dungeons werdet ihr zwischendurch auf EXP-Kreise treffen. Diese könnt ihr mit Zaels Gabe aktivieren, sodass eine Gruppe von Gegnern erscheint. Diesen Kreis könnt ihr so oft aktivieren wie ihr wollt, was euch viel Erfahrungspunkte gibt. Jedoch steigen die Level der Monster im Gegensatz zu euren Leveln nicht mit an. Es wird also, obwohl die EXP-Kreis-Monster mehr Erfahrung geben, immer schwieriger ein Level aufzusteigen.



      Grafik
      Auch Xenoblade faszinierte bereits mit einer außergewöhnlichen Grafik, die für die Wii bislang nicht da gewesen war. The Last Story tritt genau in diese Fußstapfen und legt sogar noch einen drauf. Die Charaktere haben viele verschiedene Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen, sodass sie noch echter wirken.

      Die Landschaften sind schön gestaltet, ähneln sich aber zwischendurch sehr. Man trifft auch immer wieder auf die gleichen Gegner, dafür sind besonders die Endbosse sehr detailreich animiert.
      Zwischendurch ruckelte das Spiel bei schnelleren Sequenzen und Kämpfen, was beweist, dass die Wii trotz diesem grafischen Fortschritt nicht mit den HD Konsolen mithalten kann. Vielleicht schafft Nintendo es diesen Punkt bei der WiiU auszubessern.



      Soundtrack
      Bei der limited Edition lässt sich auch die Soundtrack CD finden mit, wie von Nintendo zu erwarten, grandiosen Musikstücken. Sie unterstreichen die Sequenzen perfekt und eines davon wird sogar im Spiel selbst aufgenommen. Dadurch wird es jedoch zwischendurch auch nervig, da es sowohl während der CD-Vorschau im Wii-Menü, als auch beim Spiele-Intro und im Spiel selbst abgespielt wird. Dennoch: eine Symphonie für die Ohren!

      Synchronisation
      Als ich die ersten Worte der Truppe hörte, war mir etwas mulmig. Britischer Dialekt. Nun gut, es sorgte für ein paar Lacher aufgrund der Aussprache, war aber nach wenigen Spielstunden vergessen und angenommen. Rein stimmlich hat das Studio aber einen guten Job getan und passende Sprecher ausgewählt.

      Multiplayer
      Eine interessante Besonderheit ist der Multiplayer. Ihr könnt Online mit Freunden oder wildfremden Spielern aus der ganzen Welt gemeinsam gegen Gegnergruppen oder Endgegner kämpfen und dabei in die Rolle eures Lieblingscharakters schlüpfen. Selber konnte ich den Modus leider noch nicht ausprobieren um die Übertragung zu testen, da es niemanden gab, der zeitgleich online war.

      Sonstiges
      Neben den großen Fakten, die ein gutes Spiel ausmachen, gibt es auch noch mehrere kleine Features, die das Spiel verschönern. So kann man zwischendurch (besonders zum Ende hin) auch andere Charaktere spielen, sodass man selbst Magie anwenden und sich schnell umgewöhnen muss.

      Zwischendurch gibt es außerdem minimale Gesprächssituationen, bei der ihr euch für eine Antwort entscheiden könnt. Diese führen jedoch meistens zu einem kurzen Monolog von Zael und zur erneuten Auswahl, sodass ihr keine wirkliche Freiheit habt, aber dennoch lustige Szenen entstehen können.

      Wenn ihr das Spiel durchgespielt habt, könnt ihr von vorne anfangen. Dann habt ihr all eure Ausrüstungsgegenstände dabei und seid auf dem Level mit dem ihr das Spiel zuvor beendet habt. Die Monster sind jedoch wieder auf Level 1 und somit ganz leicht zu besiegen.



      Trotz der Lobpreisung hat das Spiel auch ein paar kleine Dinge, über die ich mich ärgere. So konnte ich weder in der Beschreibung noch im Spiel selbst herausfinden, wo man die Farb-Effekte herkriegt. Entweder ich war so blind oder es wird erst bei einem zweiten Spieldurchlauf klar.

      Aber das eigentlich größte Manko.....ist die konservative Einstellung von Nintendo. Das ganze Spiel dreht sich um die Liebesgeschichte von Zael und Calista und am Ende küssen sie sich nicht???? Das ist doch ein Witz! Bei Zelda: okay. Das ist eine eingefleischte Reihe, bei der die Fans sowieso seit 1986 darauf warten, dass sich Links und Zeldas Pixel-Lippen berühren, aber bei einer völlig neuen Serie seid ihr ebenfalls zu verklemmt diese wunderbaren Geschöpfe zusammen zuführen???

      Jetzt aber mal Spaß beiseite. Wir kommen auch schon zum Fazit~

      Fazit
      Nach The Legend of Zelda: Skyward Sword hatte ich nicht erwartet, dass eines der zukünftigen Wii-Spiele daran anknüpfen konnte, doch The Last Story hat mein Gamerherz höher schlagen lassen. Es ist das perfekte Zusammenspiel aus Rollenspiel und strategischen Elementen, sowie einer wahnsinns Story mit Hoch- und Tiefpunkten. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und gut durchdacht, sodass man, je mehr man in der Geschichte voran schreitet, auch die Charaktere besser kennenlernt.

      Es gibt viele nette kleine Features wie der Farb-Modus und die Möglichkeit auch mal in andere Charaktere als Zael zu schlüpfen, die das Spiel weiterhin aufpeppen.
      Ich für meinen Teil bin begeistert von Nintendos Arbeit und gespannt auf das bald folgende Rollenspiel: "Pandora's Tower".