Spider - The Video Game

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    Spider - The Video Game
    Name des Spiels: Spider - The Video Game (heißt wirklich so)
    Entwickler: BMG Interactive Entertainment
    Publisher: Boss Game Studios
    Release: 26. Februar 1997
    Genre: Jump 'n Run
    Plattform: Playstation 1

    Story:
    In naher Zukunft experimentiert ein Wissenschaftler an einer kybernetischen Spinne herum und ersetzt die Gliedmaßen des Krabbelviechs durch kleine aufrüstbare Waffensysteme... plötzlich tauchen gegnerische Wissenschaftler auf und verwunden den Spinnenliebhaber schwer, im letzten Moment bevor er das Bewusstsein verliert pflanzt er er dieses in die der Spinne hinein, aus der Sicht der Spinne sieht der Wissenschaftler, wie sein lebloser Körper weggetragen wird und nimmt die Verfolgung auf.

    Gameplay:
    Die ersten Momente nach dem Intro lassen einen ein seltsames Gefühl über den weiteren Aufbau des Spiels aufkommen, da die Story arg an den Haaren herbeigezogen scheint...
    Nach den obligatorischen Einstellungen im Optionsmenü geht es auch schon los, und zwar auf die Weltkarte, wo wir uns ein Level aussuchen dürfen und stürzen uns direkt auf das erste Level. Sofort fällt einem auf, das das komplette Spiel zwar 3D-Grafik aufweist, jedoch keine Möglichkeit lässt sich in den dreidimensionalen Raum zu bewegen, sondern man bewegt seine Spinne auf festgelegten Pfaden, meist von links nach rechts, selten auch mal vor und zurück. Hier wäre technisch schon weitaus mehr möglich gewesen, was Spiele der selben Art und zur gleichen Zeit erschienen auch bewiesen (Rascal, Gex, Spyro). Ansonsten bietet Spider Jump 'n Run Hausmannskost... so sammelt man in den Levels teilweise nutzlose Waffen, um Feinde leichter besiegen zu können... DNA Stücke, bei 100 gesammelten bekommt man ein neues Leben... CD Teile, von denen in den jeweiligen Welten jeweils drei Versteckt sind und bei erfolgreicher Sammlung ein Bonuslevel eröffnen und natürlich Leben selbst, die jedoch sehr spärlich gesät sind.
    Wo wie auch schon beim größten Knackpunkt des Spiels wären, der unausgewogene Schwierigkeitsgrad... Manche Levels sind total einfach und man rennt einfach ohne getroffen zu werden durch das Level und dann setzt es dem Spieler ein Level vor, wo man dann auch mal Locker 20 mal scheitert... Frust ist da vorprogrammiert... manchmal kann man zum Glück einen von mehreren Levelausgängen entdecken, welches auf der Weltkarte neben dem Levelnamen durch Hexogone (sechseck) angezeigt wird (2 Hexagone = 2 Ausgänge, aber manchmal half mir trotzdem nur noch ein Levelpasswort) auffallend ist auch, das das Spiel leichter wird, sobald man die Museumswelt passiert hat, welches einen Endgegner vorsetzt dessen Schwachstelle für mich nicht ersichtlich war, und ich auch dort nen Passwort gebraucht hatte :-/ Auch der Endgegner ist leider etwas tricky, wie man so schön sagt... hat man seine Schwachstelle gefunden, so muss man trotzdem nochmals selbst nachhelfen und ihn selbst angreifen, bis er das zeitliche Segnet.

    Grafik:
    Wie schon gesagt bestehen die Welten komplett aus 3D mit vorgegeben Wegen, der Detailreichtum der Welten reicht von Karg und Billig, bis Deteilreich und außergewöhnlich (besonders der Parklevel und zwei Levels die eher mit dem Innenleben eines PC's zu tun haben, haben es mir angetan). Auch schöne Lichteffekte gibt es zu bestaunen, teilweise etwas zu grell, aber wenn man bedenkt, das das Spiel ansonsten arg düster rüberkommt eine erhellende Freude.
    Jedoch muss ich auch vergleiche mit anderen Jump 'n Runs ziehen... so fällt es doch auf, das einige Levels etwas übernommen wirken, und in der Fabrikwelt gab es einige Momente, die mich an Donkey Kong Country erinnerten (auch vom Sound her, aber dazu gleich).
    Die Spinne und viele ihrer Gegner sind schön animiert und ihre Waffen sind teilweise sehr schön anzusehen.

    Sound
    Der Sound selbst ist gut umgesetzt und passt zum Spiel, bis auf das befremdete Geräusch, welches die Spinne und der Endboss nach jedem Treffer von sich geben... seit wann quiekt ne Spinne? Die Musik des Spiels erinnert teilweise an DKC (besonders in der Fabrik), passt aber ganz gut zum geschehen, jedoch bleibt keins der Stücke wirklich im Kopf hängen und später registriert man diese eigentlich gar nicht mehr, da man später zu sehr gefrustet ist :dodgy:

    Pro
    Schöne Grafik...
    ...sowie Animation
    Allein die Idee ne Spinne zu steuern...
    Viele Geheimnisse zu entdecken

    Contra
    Unausgewogener Schwierigkeitsgrad
    Zu wenig Freiheiten, da Pfade arg vorgeschrieben sind
    Unfaire Stellen

    Fazit
    Im großen und ganzen ein eigentlich gutes Spiel, welches jedoch Spieler mit harten Nerven anspricht, da es einige schwere und unfaire Stellen gibt. Grafisch gut verpackt, jedoch wäre wohl schon zur damaligen Zeit mehr möglich gewesen. Für ein einmaliges durchzocken und Nerven verlieren ganz nett, aber sehr geringer Wiederspielwert.
    Meine typische 5 Punkte Bewertung:
    2,5/5 Punkte, also Mittelmaß... trotz der guten Ideen.