Illusion of Time (Illusion of Gaia)

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  • Illusion of Time (Illusion of Gaia)

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    Illusion of Time
    Name des Spiels: Illusion of Time (Illusion of Gaia)
    Entwickler: Quintet
    Publisher: Nintendo/Enix
    Release: Japan 1993 / USA 1994 / Europa 1995
    Genre: Action-Adventure/Action-RPG
    Plattform: SNES

    Ein Action-Adventure/Action-RPG mit leichten Rollenspieleinflüssen, 1993 von Quintet für das SNES entwickelt. In den USA und Europa wurde das Spiel von Nintendo publiziert und in Japan von Enix. Das Spiel ist der zweite Vertreter der inoffiziellen „Soul-Blazer-Reihe“ und erschien erst 1995 in Deutschland

    Die Story:
    Die Welt befindet sich in Aufbruchs- und Erforscherstimmung. Ein Expeditionsteam die zum Turm von Babel reist, gerät mächtig aus den Fugen und aus dieser kommt der junge Will wohl als einer von wenigen Überlebenden zurück in sein Heimatdorf. Der Junge mit dem 7. Sinn, der Statuen mit Gedankenkraft bewegen kann, versucht ein normales Leben zu führen, bis eines Tages Prinzessin Kara in sein Haus auftaucht, jedoch von Soldaten gefunden und wieder ins Schloss zurückgebracht wird. Tags drauf erhält Will einen Brief vom König, dass dieser einen Ring, dem Wills Vater gehörte, an ihm zu überbringen sei. Als wir dem König mitteilten dass wir den Ring nicht besitzen schmeißt uns dieser in den Kerker. In dieser Nacht spricht Wills Vater aus dessen Flöte(!) zu ihm und spricht seltsame Dinge von wegen Stauten mit geheimen Kräften, Ruinen der Welt und einem Kometen… Verwirrt und ohne Möglichkeit zur Flucht schickt Kara uns einen Boten, der uns den Kerkerschlüssel übergibt… dies ist der Beginn einer großen Reise, an dem Will und seine Freunde realexistierende Ruinen besuchen, um letztlich die Welt zu retten.

    Gameplay:
    Zu allererst… die oben niedergeschriebene Story wirkt arg an den Haaren herbeigezogen… dies liegt jedoch zu 100% an der deutschen Übersetzung, die mehr Fragen aufwirft, als beantwortet. Wir steuern also Will, einen jugendlichen der mit Opa und Oma in einem Fischerdorf lebt und mystische Kräfte hat… er kann bestimmte Stauen per Gedankenkraft an sich heranziehen (dargestellt durch das herumwirbeln seiner Flöte) und kann bestimmt Portale benutzen, die ihn in eine andere Dimension ziehen (warum auch immer) und kann dort Speichern und… nein, das verrat ich noch nicht…
    Will kann das was ein Held können muss: laufen, mit seiner Flöte angreifen, wie gesagt… Stauten mit Mindcontrol zu sich ziehen und von großen Höhen hinunterspringen, ohne das er sich was bricht… Natürlich kann Will auch mit NPC’s sprechen und Informationen aus ihnen herauskriegen, aber das meiste was die Bewohner der verschiedenen Dörfer zu ihm sagen, hat meist keinen belang auf das Spiel, es lässt nur den Übersetzter mehr dir Krätze auf den Hals jagen lassen wollen. Das Kampfsystem ist Zelda-like, man kriegt keine Erfahrung, jedoch bekommt man für das Töten der Monster eines ganzen Gebietes ein neues Upgrade, wie mehr Lebenspunkte, oder Angriffs- und Abwehrkraft. Innerhalb von Kampfgebieten erfüllen auch die Portale einen nennenswerten Effekt (außer zu Speichern), man kann sich in einen wahren Kämpfer verwandeln, der mehr Kraft und Reichweite hat als Will, Anfangs bis ca. 90% des Spiels ist dies Freedan und gegen Ende (und leider arg spät für einen neuen Charakter) auch Shadow, ein Wesen das sich in Flüssigkeit verwandeln kann. Um den eintönigen Hack & Slay Alltag des Helden aufzuwerten gibt es in jedem der wirklich existierenden Ruinen Rätsel zu lösen, die von einfachen Schalter drücken, von Kugeln einsammeln und an einem bestimmten Punkt einsetzen, bis zum finde den Fehler im Bild, alles bietet was die grauen Zellen etwas anspricht. Größter Knackpunkt liegt wohl an der Übersetzung, die selbst total ernste Situationen in einem Klamauk verwandeln, Beispiel? Ein treuer Gefährte opfert sich für euch und es folgt ein Wortspiel, welches zu dem Zeitpunkt total unangebracht ist und möchte dem Übersetzter noch heute mal Fragen, was er sich dabei gedacht hat… Zum anderen sind andere Szenen so Grausam, das jüngere Spieler den Controller fallen lassen und in Tränen ausbrechen könnten.

    Grafik:
    Die Grafik ist recht gut, die Charaktere und Monster sind schön gezeichnet und die Animation ist recht gut, auch wenn ein paar mehr nicht geschadet hätten. Die Szenarien sind toll und groß in Szene gesetzt, jedoch fehlt mit hier ne schöne Kartem, um die Übersicht zu gewährleisten.

    Sound/ Die Musik:
    Der Sound des Spiels kommt einem Bekannt vor? Wer Act Raiser gespielt hat, weiß auch woher… jedoch fällt das nicht sonderlich negativ auf. Die Musik ist Stimmungsvoll, jedoch bleibt nicht wirklich ein Stück als Ohrwurm im Kopf hängen… obwohl… den Item-Jingle hätte ich beinahe vergessen, denn den hört ihr bestimmt 1000-mal im Spiel und beginnt irgendwann zu nerven.

    PRO:
    Gute Grafik
    Viel Action
    Viele Fähigkeiten
    Einfallsreiche Rätsel

    CONTRA:
    Deutsche Übersetzung
    Item-Jingle
    Keine Kartenfunktion
    Einige Szenen könnten jüngere Spieler Alpträume verursachen.

    Fazit und Endwertung:
    Ein eigentlich schönes Spiel… wenn nur nicht die Übersetzung so Sch… wäre. Nicht nur, dass man Anfangs mit seltsamen Sachen zugetextet wird (im Gefängnis), sondern auch tragische Szenen teilweise durch seltsame Äußerungen der NPC’s zum Witz gemacht wird… Einige Szenen könnten jüngere Spieler erschrecken und sogar Alpträume verursachen (Stichworte: Pyramide, Feuer und Schakal in Verbindung mit meinem 6 Jährigen Neffen). Im Großen und Ganzen wird allerdings ein schönes Stück Rollenspielgeschichte des SNES geboten und ist auch heute noch eine Durchspielrunde wert.

    WERTUNG
    3,5/5